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[Rezension] Paper Swan - Ich will dich nicht lieben

Verlag: Egmont Lyx 
Autor: Leylah Attar 
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2016
Seitenanzahl: 392
ISBN: 9783736302891

"Wie kann man so viel Schmerz spüren und trotzdem am Leben bleiben?" 

Cover 

Ich finde es super das der Verlag das Originalcover beibehalten hat. Es könnte nicht besser zum Buch passen. Und ein wahrer Eye-catcher ist es ohnehin. 

Schreibstil 

Ein sehr guter Schreibstil, welcher das geschehene fast bildlich darstellt. 

Inhalt

Als Skye Sedgewick im stickigen Kofferraum eines fahrenden Autos aufwacht, rechnet sie mit ihrem sicheren Tod. Doch ihr Entführer lässt sie am Leben und verschleppt Skye stattdessen auf ein kleines Boot, wo er sie mehrere Wochen gefangenhält - Wochen voller Hunger, Demütigung, Schmerz und Angst. Auf hoher See und ohne Ziel hat Skye bald alle Hoffnung verloren, dass man sie findet und befreit. Und mit jedem anbrechenden Tag sehnt sie sich mehr nach Erlösung. Sie kann an nichts anderes mehr denken als den Tod - und an Esteban, den wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Als Kinder waren sie einst unzertrennlich, bis Esteban von einem Tag auf den anderen einfach aus ihrem Leben verschwand. Skyes größter Wunsch war es, ihn eines Tages wiederzusehen, doch diese Hoffnung stirbt mit jedem Blick in die eiskalten Augen ihres Peinigers. Bis Skye erkennt, dass sie sich in diesen Augen schon einmal verloren und ihr Entführer sie nicht zufällig ausgewählt hat. 



Meinung 

Sky wird am Tage ihres Geburtstages entführt. Alles was sie bisher gekannt und für selbstverständlich erachtete, existierten plötzlich nicht mehr - Sauberkeit, Sicherheit. Stattdessen lebte sie in ständiger angst. 
Ihr Peiniger quält sie, schlägt sie und foltert sie. Er will sie brechen, das weiß Sky. Doch in diesen furchtbaren Momenten flüchtet sie sich in ihre Erinnerungen an ihre Kindheit. In die Erinnerungen an ihr Kindermädchen Mamalu und dessen Sohn Esteban. Immer haben die beiden Kinder zusammen gespielt bis sie eines Tages nicht mehr da waren. 

Ihr Peiniger Damian hält sie auf einem Boot gefangen. Sie hat trotz mehrmaliger Versuche zu fliehen keine Chance und ist ihm schutzlos ausgeliefert. 
Bis etwas folgenschweres passiert und sie Damian etwas genauer betrachtet. 

"Denn Liebe tragen wir im Herzen und können selbst in den dunkelsten Momenten in ihrem Licht Trost finden. Je tiefer wir lieben, desto heller scheint es." 

Ich habe zum Teil mit dem Stockholm-Syndrom gerechnet, aber was ich dann gelesen habe, hab ich so nicht erwartet. 
Ich kann den plötzlichen Stimmungswechsel von Sky auch nicht ganz verstehen. 
Sie wird geschlagen, ihre geliebten Haare werden ihr abgeschnitten und noch bedeutetend schlimmeres passiert und vom einen auf den anderen Moment ist es Liebe?!? 
Ich als bekennende Romantikerin liebe Happyends und mag es, wenn es Roman wird. 
Aber genau an diesen Stellen dachte ich mir: Sky, ist das dein ernst?! 

Die Erzählperspektive wechselte von Sky über Esteban zu Damian. Man konnte sie so besser in die jeweiligen Personen hinein versetzen und ihrer Beweggründe erfahren. 

Dennoch kann ich anschließend sagen, das es mir trotz allem gefallen hat. Vorallem die letzten 100 Seiten ❤ 

"Letzten Endes gibt jeder von uns sein Bestes, wir erschaffen unsere Geschichten nach und nach; wir schreiben und inszenieren sie und projizieren sie in die Welt. Manchmal begreifen wir die Geschichten anderer Menschen und manchmal nicht, aber hinter jeder Geschichte steckt noch eine und noch eine, sie fügen sich zu einer Kette zusammen, von der wir nur einen kleinen Teil sehen können, denn sie existieren bereits, wenn wir geboren werden und überdauern unseren Tod. Wer kann in einer einzigen Lebensspanne alles verstehen?" 


Ich vergebe trotzdem 4,5 ⭐ da mich die Geschichte zum Ende doch noch überzeugen konnte. 


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