[Rezension] Der Kruzifix Killer


Autor: Chris Carter 
Verlag: Ullstein
Seitenanzahl: 480
Erscheinungsdatum: 10. Juni 2009
ISBN: 9783548281094

"Dieser Täter ist eine völlig neue Gattung von Serienkiller.
 Er ist einzigartig."



Ein besseres Cover für das Buch hätte der Verlag nicht wählen können. Diese Art kreuzt passt perfekt zu dem Inhalt. Es hat mich allerdings auch fragen lassen, was es damit auf sich hat, sodass das Cover mich wirklich zum lesen animiert hat.


Chris Carter hat einen eigenen, aber sehr flüssigen und zudem auch noch fesselnden Schreibstil, der es mir beinahe unmöglich machte, das Buch auch nur eine Sekunde aus der Hand zulegen. Und käme das Leben nicht dazwischen, hätte ich es binnen eines Tages durchgelesen. So sehr war ich in den Bann gezogen. Hauptsächlich wird das Buch aus der Sicht von Robert Hunter erzählt. Aber in dieser Geschichte gibt es so viele Nebenrollen und dennoch hat Chris Carter es geschafft, diese auch zu Wort kommen zu lassen. So wusste man immer was in den einzelnen Köpfen vor sich ging und das war so spannend. 
Die Leiche einer wunderschönen Frau, bestialisch verstümmelt. Keinerlei Spuren. Bis auf ein in den Nacken geritztes Kreuz: das Zeichen eines vor Jahren hingerichteten Serienmörders. Detective und Profiler Robert Hunter wird schnell klar, dass der Kruzifix-Killer lebt. Er mordet auf spektakuläre Weise weiter. Und ist Hunter immer einen Schritt voraus - denn er kennt ihn gut. Zu gut.

Meine liebe Freundin Steffi hat mir schon lange von den Büchern von Chris Carter vorgeschwärmt und mir stehts berichtet, wie toll seine Bücher wären. Nun hat sie mir zu Weihnachten dieses Buch geschenkt, mit dem Hinweis, dass ich nun bald wisse wovon sie redet. Und wisst ihr was?! Steffi hatte mit allem recht! Das Buch hat mich vollkommen gefesselt und mit dem Ausgang der Geschichte hätte ich so niemals gerechnet. Aber fangen wir ganz von vorne an.

Als Detective und Profiler Robert Hunter an einem Tatort gerufen wird und am verstümmelten Körper einer Frauenleiche im Nacken ein eingeritztes Kreuz findet, ist er mehr als schockiert. Er kennt dieses Zeichnen nur zu gut, denn es ist das Erkennungszeichen des Kruzifix Killers, welcher sieben Menschen auf grausamste Art und Weise gefoltert und ermordet hat. Gemeinsam mit seinem neuen Partner Carlos Garcia  begibt er sich auf die Jagd nach dem grausamen Mörder und wird dadurch bald selbst zur Zielscheibe...

"Einige Psychologen glauben, das Böse sei in bestimmten Individuen angelegt, etwas,
 womit man geboren wird, wie eine Fehlfunktion des Gehirns,
 die dazu führt, dass diese Individuen bestialische Grausamkeiten begehen." 



Robert Hunter ist ein Einzelgänger. Als eine Art Wunderkind hat er im Schnelldurchlauf die Schulzeit mit Bestnoten hinter sich gelassen und hat Phychologie studiert. Nach der Polizeiakademie und einem Schicksalsschlag  ist er zum Morddezernat gewechselt. Ich finde Hunter mehr als nur erstaunlich. Die Gedankengänge und wie er mit den einzelnen Situationen umgeht und diese handhabt, kann man eigentlich nur als grandios beschreiben. Er hat sich in seiner Laufbahn Dinge angelesen, mit denen er seinen Gegenüber immer wieder ins Staunen gebracht hatte. Trotz Schlafstörungen ist er in den Entscheidenden Momenten topfit. Auch sein kleines Alkoholproblem fand ich erstaunlicher Weise gut, da er mit diesem kleinen "Fehler" nicht allzu glatt wirkte.

Carlos Garcia, von Hunter liebevoll "Grünschnabel" genannt, ist neu im Morddezernat. Auch er hat die Polizeiakademie mit bestnoten abgeschlossen und dennoch ist zu bedenken, dass es sein erster Mordfall ist und dieser verlangt wirklich alles von ihm ab.
Garcia ist mir wirklich unglaublich sympathisch gewesen. Er schaut zu Hunter auf und sieht ihn als Restpektperson an. Allerdings ist er mir bei den ganzen Beschreibungen etwas zu kurz gekommen.

"Einen Mörder zu fangen lindert den Schmerz,
 aber es löscht nicht aus, was man gesehen hat."


Ich kann euch nur sagen, dass ich nach Beendigung des Buches mit offenen Mund dasaß und total überrascht war!!Von Anfang bis zur aller letzten Seite des Buches kommt keine Langeweile auf. Chris Carter gönnt dem Leser zu keiner Zeit eine Verschnaufspause. Ich hätte beim Lesen gerne mal meinen Blutdruck gemessen. Faszinierend fand ich auch, das Chris Carter selbst forensische Psychologie studiert hat und sechs Jahre lang als Kriminalpsychologe für die Staatsanwaltschaft Michigan gearbeitet hat. So wurde das Buch und auf der Protagonist Robert Hunter für mich viel realer, da ich denke, dass viel von Chris Carter in Robert Hunter eingeflossen sein muss.

Die Morde, welche hier beschrieben wurden, sind sehr detailliert, sodass das Buch echt nichts für schwache Nerven und einen schwachen Magen ist. Wirklich erst zum Schluss wird man über die Identität des Mörders aufgeklärt. Im Verlauf der Geschichte habe ich immer wieder Überlegungen und Theorien augestellt, um wem es sich handeln könnte. Aber ich wurde mit der Enthüllung mehr als nur überrascht. 
Für Thrillerfans und solche, die es noch werden wollen, kann ich diesen Roman wirklich nur empfehlen. 
"Profiler versuchen praktisch,
 so zu denken und zu handeln,
 wie es der Kriminelle tun würde."

 Absolut Lesenswert!!! 



















Kommentare

  1. Ich freue mich so, dass du das Buch gelesen hast :) Ich bin ein riesen Chris Carter Fan und hüpfe immer durch die Wohnung, wenn ich sehe das sich noch mehr an seine Bücher trauen :)

    Und es stimmt, seine Bücher sind nix für Schwache nerven, doch sie sind der absolute Wahnsinn ^^

    Liebe Grüße
    Anni

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    1. Wenn meine Freundin mir das Buch nicht zu Weihnachten geschenkt hätte, dann wäre ich nie in den Genuss seiner absolut mitreißenden Worte gekommen. Im Moment lese ich den zweiten Teil der Reihe und kann das Buch nur schwer aus der Hand legen.

      Liebe Grüße

      Anika

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