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[Rezension] Anne, rette mich!


Autor: Mia Bruckmann
Verlag: Independently published
Erscheinungsdatum: 3. November 2017
Seitenanzahl: 484
ISBN: 978745075304

"Anne", wurden Evas Gedanken eindringlicher, "bitte melde dich doch!"
"Ich bin da", klang plötzlich Annes vertraute Stimme in Evas Kopf, "wo bist du?"


Nachdem ich etwas brauchte, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, war er dann aber sehr bildlich und auch flüssig. Auch die Umgebung wurde besonders gut beschrieben, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.


Der erste Fall für Kriminalhauptkommissarin Anne von Hohenstedt Stuttgart: Ein Anruf am frühen Morgen reißt Anne aus dem Bett. Eine junge Frau wurde tot im Rosensteinpark gefunden. Was anfänglich nach einem Routinefall aussieht, entwickelt sich rasch zum Wettlauf gegen die Zeit. Eine weitere Frau, die der Toten verblüffend ähnlich sieht, verschwindet. Wird Anne von Hohenstedt es schaffen, den Täter rechtzeitig zu stellen, um weitere Morde zu verhindern? Dank der tatkräftigen Unterstützung ihres Teams scheint die Lösung nahe zu liegen. Dann stockt der Fall. Nun ist es Zeit für das so genannte Ritual, das Anne und ihre Zwillingsschwester Eva in ausweglosen Situationen praktizieren. Kurz danach steht Anne vor einem brisanten Interessenkonflikt. Ist nun alles verloren?

Durch Instagram bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und habe mich sehr gefreut, dass Mia Bruckmann mir ein Exemplar zur Verfügung gestellt hat.
Da ich vorher noch nie etwas von der Autorin gehört hatte, bin ich ohne jede Erwartung an das Buch heran gegangen und wurde wirklich positiv überrascht. Nie hätte ich mit einen solch gelungenen und spannenden Kriminalroman gerechnet.

Anne von Hohenstedt ist die Hauptkommissarin in dem aktuellen Fall und zudem sind ihre Schwester Eva und sie eineigige Zwillinge. Auf ihre Bedeutung möchte ich hier allerdings weniger eingehen, da ich sonst in der Versuchung kommen würde zu Spoilern und das möchte ich hier wirklich unter keinen Umständen. Allerdings finde ich Anne auch etwas zu perfekt. Scheinbar jeder liebt sie und sie hat eine perfekte Familie. Etwas mehr Ecken und Kanten wären hier wirklich von Vorteil gewesen.

Bevor ich weiter mache, möchte ich noch unbedingt auf Pollux, Anne´s Hund, eingehen. Ich, als eingefleischter Hundefan habe ihn sofort in mein Herz geschlossen. Er weicht Anne nicht von der Seite und ist, wie es bei dem besten Freund des Menschen nun mal der Fall ist, immer für sie da.

Eva, die eineigige Zwillingsschwester von Anne, ist im Gegensatz zu ihrer Schwester das absolute gegenteil. Sie ist alles andere als perfekt und profitiert davon, dass Anne ihre Schwester ist. Sonderlich sympathisch war sie mir wirklich nicht. Das Zwillingspaar hat eine ganz eigene Form der Kommunikation, welche über das Übernatürliche hinaus geht.

„Anne“, wurden Evas Gedanken eindringlicher, „bitte melde dich doch!“
„Ich bin da“, klang plötzlich Annes vertraute Stimme in Evas Kopf, „wo bist du?“


Dieser Fantasyaspekt hat mich wirklich überrascht, da ich damit in einem Kriminalroman nun wirklich nicht gerechnet hätte.

Ich habe das Buch, welches keine Kapiteleinteilung hat, wirklich gemocht. Zu beginn eines jeden Kapitel stand ausschließlich die Uhrzeit und so manches mal musste ich mich wirklich fragen und zurück blättern, um zu sehen, ob die Ermittler überhaupt noch Zeit haben den Täter zu schnappen. 
Mit dem Ende hätte ich so niemals gerechnet. Es war sehr spannend und fesselnd.

Ein wirklich gelungenes Debüt von Mia Bruckmann!


Vielen Dank an die Autorin für das Exemplar!
















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